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Verbundkoordination

Univ.-Prof. Dr.-Ing Frank Fiedrich

Bergische Universität Wuppertal

Fakultät für Maschinenbau und Sicherheitstechnik

Fachgebiet Bevölkerungsschutz, Katastrophenhilfe und Objektsicherheit

Tel.: 0202 / 439-5602
        (Sekretariat)

fiedrich{at}uni-wuppertal.de

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Aktuelles

  • Teilnahme am Fortbildungsseminar „Schutz von Großveranstaltungen in Kooperation zwischen öffentlicher und privater Sicherheit vor dem Hintergrund realer terroristischer Bedrohungen“
    Die Kooperationspartner (BBK, BUW und IBIT)  des Projekts Professionalisierung des...[mehr]
  • Schwerpunktheft: VOD & Messesicherheit
    Veröffentlichung über das Projekt ProVOD im Fachmagazin des Bundesverbandes der...[mehr]
  • Pressemeldung Universität Wuppertal: Uni-Beschäftigte und Studierende bei Großveranstaltungen im Einsatz
    Mitarbeiter vom Lehrstuhl für Bevölkerungsschutz, Katastrophenhilfe und Objektsicherheit der...[mehr]
  • Erster ProVOD-Newsletter 01/2017 erschienen
    Das Verbundprojekt „Professionalisierung des Veranstaltungsordnungsdienstes (ProVOD)“ stellt sich...[mehr]
  • Menschenmengen managen - Zukunftsorte
    Zeitungsbeilage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung[mehr]

ProVOD: Professionalisierung des Veranstaltungsordnungsdienstes als eigenständiges Teilgebiet der privatwirtschaftlichen Sicherheitswirtschaft

Als Akteure im Bereich der Veranstaltungen mit größeren Besucheranzahlen (z.B. Festivals, Volksfeste, Fußballspiele), treten neben den klassischen Akteuren (Feuerwehr, Hilfsorganisationen und Polizei), Veranstaltungsordnungsdienste (VOD) als quantitativ am stärksten vertretene Gruppe auf.

Während sich in der Vergangenheit Ordner und Sicherheitspersonal bei größeren Veranstaltungen zumeist aus Bereich Bewachungsgewerbe rekrutierten, hat sich durch die Zunahme von Großveranstaltungen und einem wachsenden Konflikt- und Risikopotenzial das Anforderungsprofil an die eingesetzten Akteure verändert.

Hierzu gehören nicht nur die klassischen Bewachungsaufgaben, sondern im Rahmen eines modernen Sicherheitsverständnisses auch der Umgang mit diesen Personenmengen bzw. die Lenkung von großen Personenmengen. „Besucherlenkung“, das sogenannte „crowd management“, aber auch die Umsetzung der Maßnahmen der Notfallorganisation sind Aufgaben, die einher gehen mit einer hohen Verantwortung für den Menschen, der im Rahmen von Großveranstaltungen seine Sicherheit in die Hände der VOD legt. Dieses Aufgabenfeld passt nicht zu einer Branche, die aktuell geprägt ist von Mindestlohnstrukturen, fehlender kontextbezogener Qualifikation und einem in der Öffentlichkeit häufig durch negative Berichterstattung geprägten schlechten Ruf.

Dieser Wandel des Anforderungsprofils, der auch bedingt wird durch Veränderungen in der Sicherheitslage, führt zu neuen Herausforderungen der Sicherheit einer Veranstaltung zuständigen Personen. Sicherheit als ein immer weiter an Bedeutung gewinnendes Grundbedürfnis der Gesellschaft muss auch bei Großveranstaltungen, die durch ihre grundsätzliche Struktur (z.B. hohe Personenanzahl) ein erhöhtes Risiko mit sich bringen, gewährleistet werden.

Das Sicherheitsforschungsprogramm der Bundesregierung hat dabei die Grundlage dafür geschaffen, dass sich im Rahmen der Sicherheitsforschung ein interdisziplinäres Team aus Praktikern, Sicherheitsakteuren, WissenschaftlerInnen und Industrieanbietern mit Fragestellungen rund um die Etablierung und Professionalisierung des VOD als eigenständiges Teilgebiet der privatwirtschaftlichen Sicherheitswirtschaft auseinandersetzen kann.