Verbundkoordination

Univ.-Prof. Dr.-Ing Frank Fiedrich

Bergische Universität Wuppertal

Fakultät für Maschinenbau und Sicherheitstechnik

Fachgebiet Bevölkerungsschutz, Katastrophenhilfe und Objektsicherheit

Tel.: 0202 / 439-5602
        (Sekretariat)

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Menschenmenge vor einer Absperrung

ProVOD: Professionalisierung des Veranstaltungsordnungsdienstes als eigenständiges Teilgebiet der privatwirtschaftlichen Sicherheitswirtschaft

Im Rahmen des Forschungsprogramms „Forschung für die zivile Sicherheit“ der Bundesregierung wird in der Themenausschreibung „Neue ökonomische Aspekte“ das Verbundprojekt „ProVOD: Professionalisierung des Veranstaltungsordnungsdienstes (VOD) als eigenständiges Teilgebiet der privatwirtschaftlichen Sicherheitswirtschaft“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Projektträger des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens ist die VDI Technologiezentrum GmbH.

Überblick

Besucher von Veranstaltungen, seien es kleinere Konzerte auf regionaler Ebene oder große Massenevents wie Fußballspiele und Festivals, erwarten einen sicheren Ablauf dieser Veranstaltungen. Hieraus resultieren hohe Anforderungen an die Sicherheit einer solchen Veranstaltung. Veranstalter nutzen zur Gewährleistung dieser Sicherheit private VOD, die in einem breiten Spektrum unterschiedlicher Tätigkeitsfelder, von der Absicherung des Veranstaltungsgeländes, der Lenkung von Personenströmen bis hin zum Risiko- und Krisenmanagement, eingesetzt werden. Hierbei stehen die eingesetzten MitarbeiterInnen zum großen Teil im direkten Kontakt mit den VeranstaltungsbesucherInnen. Das Ansehen und der Ruf dieser Mitarbeiter von VOD sind in der öffentlichen Wahrnehmung jedoch eher negativ besetzt; schwierige organisatorische und rechtliche Arbeitsbedingungen, Mindestlohn, eine hohe Personalfluktuation sowie mangelnde bzw. fehlende Standards hinsichtlich der Qualifikation kennzeichnen die Teilbranche und verstärken den Negativeindruck. Zusätzlich wird regelmäßig die hohe Personenfluktuation in der Branche und die nicht ausreichende Qualifikation bemängelt.

Vor diesem Hintergrund verfolgt das „Projekt ProVOD" folgende Ziele:

  • Erhebung von Kennzahlen zur Bestimmung und Abgrenzung der Teilbranche VOD innerhalb der privaten Sicherheitswirtschaft
  • Etablierung des VOD als eigenständige Teilbranche mit Hilfe der Definition rechtlicher und organisationaler Standards
  • Professionalisierung durch Erarbeitung von einheitlichen Qualifizierungsmaßnahmen für Führungskräfte und MitarbeiterInnen des VOD
  • Verbesserung der öffentlichen Wahrnehmung des VOD
  • Stärkung eines positiven Selbstverständnisses bei VOD-Kräften
  • Übertragung der Ergebnisse auf einen internationalen Kontext

Ziel des Projektes „ProVOD“ ist es, den Bereich des VOD als eigenständige Teilbranche der Sicherheitswirtschaft zu etablieren. Hierbei sollen Kennzahlen der Teilbranche erfasst, strukturelle Defizite benannt und Qualifikationsmaßnahmen von Mitarbeitern und Führungskräfte erarbeitet werden. Eine Verbesserung der öffentlichen Wahrnehmung des VOD soll ergänzt werden durch die Stärkung des Selbstverständnisses der Beschäftigten. Die Übertragbarkeit der erarbeiten Ergebnisse auf einen internationalen Kontext soll mit den assoziierten Partner evaluiert werden.

Durch diese Maßnahmen soll eine Steigerung des Sicherheitsgefühls und des Sicherheitsniveaus bei Großveranstaltungen erreicht werden, sowie eine Professionalisierung der vorhandenen Strukturen und Akteure vorgenommen werden.

Das drei Jahre (bis August 2019) laufende Projektvorhaben „ProVOD: Professionalisierung des Veranstaltungsordnungsdienstes“ bezieht sich auf das Förderprogramm „Forschung für die zivile Sicherheit“ und wird im Themenfeld „Neue ökonomische Aspekte“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.


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